Caballo Clásico

Caballo Clásico

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Vom Gespräch in Spanien zur fertigen Marke — eine Brand-Identity für eine Premium-Reitsport-Beratung, in zwei Tagen, als Geschenk. Pferdekopf integriert ins zweite C, eigens gezeichnete Didone, Racing Green auf Champagne.

Manchmal entsteht aus einem Gespräch in Spanien eine ganze Marke. Ich habe Elsa dort kennengelernt — und ihr eine neue Identität für Caballo Clásico gezeichnet. Komplett, in zwei Tagen, als Geschenk.

Ein Logo, das jeder hätte tragen können

Elsa berät Reitsport-Marken bei ihrer Expansion ins Premium-Segment — Marketing, Media, Market Entry. Sie kennt die Pferdewelt von innen, über 100.000 Menschen folgen ihr. Ihre Arbeit lebt an der Naht zwischen Heritage und Moderne.

Ihr altes Logo wurde dem nicht gerecht: eine Pferdekopf-Outline im Kreis, klassische Kupfer-Serif. Sauber gemacht — aber austauschbar. Ein Bild, das jede zweite Reitsport-Marke hätte tragen können.

Ein Markenprozess ist im Kern ein Prozess der Identitätsbildung. Genau das hat gefehlt — also habe ich es nach unserem Gespräch neu gedacht. Ohne Auftrag, ohne Honorar, als Case-Study.

Das Pferd gehört in die Form — nicht obendrauf

Die alte Lösung legte das Pferd auf die Marke. Meine legt es hinein: Der Pferdekopf sitzt jetzt im zweiten C des CC-Monogramms — Teil der Buchstabenform, nicht Dekoration darauf. Das Pferd ist da, wenn man hinsieht. Es drängt sich nicht auf.

Eine Schrift, die es vorher nicht gab

Die Wortmarke ist eine eigens gezeichnete Didone aus der Bodoni-Familie — mit weichen, bracketed Terminals an den C-Enden. Sie folgt der Wortmarken-Tradition der Reitsport-Welt und liest sich gleichzeitig wie das Masthead eines heutigen Magazins. Klassisch und modern, ohne sich zu entscheiden.

Premium heißt leiser

Statt Kupfer ein eigenes Farbsystem — Racing Green #1F3B2F auf Champagne #E8DCC0. Eine Farbwelt, die in der Reithalle genauso trägt wie auf der Sattelstickerei, der gravierten Messing-Plakette und der Print-Visitenkarte.

Der Unterschied ist Haltung: Racing Green auf Champagne wirkt teurer als Kupfer-Serif auf Weiß — weil es weniger schreit.

AI als Pilot, die Hand am Ende

Die Identität ist nicht aus einem Prompt gefallen. Sieben Wellen Konzept-Iteration mit AI als Pilot — und dann jede Linie in Illustrator nachgezogen. Hand-Trace, weil AI bei einer Custom-Didone an einer bestimmten Stelle endet. Die bracketed Terminals, die Harmonie der Kurven — das zieht nur das Auge.

Hybrid aus AI und Hand. Beides hat seine Rolle, beides liegt richtig.

Was am Ende dasteht

  • Logo — CC-Monogramm mit integriertem Pferdekopf, Custom-Didone-Wortmarke (ein- und zweizeilig)

  • Farbsystem — Racing Green + Champagne, positiv / negativ / monochrom

  • Asset-Set — 15 SVGs in allen Farbwelten, PNG @1×/@2×/@3×, PDF, stickerei-taugliche S/W-Versionen

  • Print — Visitenkarte als druckerei-taugliches PDF mit 3 mm Beschnitt (Typst)

  • Übergabe — eigenes Portal mit allen Dateien, Guidelines und persönlichem Schreiben

Zwei Tage, von der ersten Skizze bis zum fertigen System.

Was bleibt

Ein Symbol gehört in die Form integriert, nicht obendrauf geklebt. Eine Custom-Schrift braucht am Ende die Hand, nicht nur das Modell. Und Premium entsteht durch Reduktion, nicht durch mehr.

Ob Reitsport, Café oder Architekturbüro — so denke ich Identität grundsätzlich. Sieben Wellen statt einer, eine Farbwelt die überall trägt, und der Mut, leiser zu sein.

Was wäre deine Marke, wenn sie sich trauen würde?

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  • Belén Recio Lookbook

Editorial Retouching für Belen Recio Lookbook — Fashion-Fotografie mit Storytelling

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